Ablauf der Anpassung

Ihr Weg zum besseren Hören

Zuerst machen wir bei Ihnen einen kostenlosen Hörtest. Eventuell zeigt sich, dass einige Frequenzen, z. B. die hohen Töne, nicht mehr gut gehört werden. Nach unserer kostenlosen Beratung sollte der Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht werden. Dieser wird durch eingehende Untersuchungen feststellen, welcher Art die Hörschädigung ist. Wenn eine Hörminderung vorliegt, eine medikamentöse oder operative Behandlung jedoch nicht erforderlich oder sinnvoll ist, verordnet der HNO-Arzt Hörsysteme. Sind beide Ohren betroffen, so werden zwei Geräte verordnet.

Bild: Forum Gutes Hören

Während einer ausführlichen Höranalyse klären wir dann genau, wann welche Hörprobleme auftreten und welche Hör-Situationen besonders wichtig sind. Wir überprüfen das Gehör und ermitteln die akustischen Kenndaten. Schließlich benötigen wir auch noch einen genauen Abdruck Ihrer Ohren, um individuell passende Hörsysteme oder Ohrpassstücke anzufertigen. Dafür wird ein weiches Material in den Gehörgang und die Ohrmuschel gefüllt. Nach einigen Minuten härtet es aus und wird vorsichtig aus dem Ohr entfernt. Der so gewonnene Ohrabdruck dient als Grundform für die Otoplastik, das Ohrpassstück, das dann beim nächsten Termin zur Anprobe vorliegen wird. Einige moderne Hörsystem-Modelle verzichten auf individuelle Otoplastiken, hier kommen weitgehend offene Ohrpassstücke zum Einsatz.

 

Auf der Basis aller Informationen wählen wir zusammen mit Ihnen aus unserem Sortiment unterschiedliche Modelle aus, die geeignet sind, das individuelle Hörproblem zu lösen. Diese Hörsysteme sollen zudem auch die persönlichen Anforderungen an Tragekomfort und Ästhetik erfüllen. Wir erläutern Ihnen auch die Vorzüge und Eigenschaften der unterschiedlichen Versorgungsmöglichkeiten.

 

Es folgt die vergleichende Anpassung. Die Hörsysteme werden mit dem Computer und per Hand so eingestellt, dass das Hördefizit möglichst gut ausgeglichen wird. Dabei ist auch das subjektive Hörempfinden wichtig. Gemeinsam werden die besten Einstellungen der Geräte herausgearbeitet. Die Handhabung der Hörgeräte, das Einsetzen und Herausnehmen wird geübt.

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Die ersten Tage mit den neuen Hörsystemen sind aufregend: Man erlebt Hörsituationen, die längst verloren geglaubt waren, wie beispielsweise Vogelgezwitscher. Mit diesen neuen Hörerfahrungen kann - natürlich in Zusammenarbeit mit Ihnen - die Feineinstellung und Feinanpassung beginnen. Stufenweise können die Hörsysteme an das veränderte Hörempfinden angepasst werden. Oft ist auch ein Hörtraining sinnvoll. Dies empfiehlt sich unbedingt, wenn durch jahrelange Hörminderung das richtige Hören "verlernt" wurde.

 

Schließlich überprüft der Hals-Nasen-Ohren-Arzt erneut das Hörvermögen, diesmal mit den Hörsystemen. Entsprechen die angepassten Hörsysteme den Anforderungen, beteiligt sich die Krankenkasse mit einem Festbetrag an den Kosten.